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Sommerfreizeiten im EKJB 2018

Normal kann jeder, ein bisschen verrückt aber kann nur, wer Zeit und Spielraum hat, um Neues zu denken und den hatten die 129 Kinder- und Jugendliche.

Normal kann jeder, ein bisschen verrückt aber kann nur, wer Zeit und Spielraum hat, um Neues zu denken. Und den hatten die 129 Kinder- und Jugendlichen, die in diesem Sommer mit dem Evangelischen Kinder- und Jugendbüro (EKJB) unterwegs waren. „Uns ist das wichtig, dass nicht die ganze Zeit verplant ist“, erklärt Susanne Kunsmann vom EKJB. Immer dauere es ein paar Tage, bis die jungen Menschen den Freiraum für Kreativität und Gemeinschaft zu nutzen verstünden, dafür müsse – genau wie bei Erwachsenen – erst einmal der Alltag und mit ihm Handys, Tablets und Fernseher in den Hintergrund treten.

Insgesamt war das EKJB 67 Tage in acht Gruppen unterwegs. Die vier Kinderfreizeiten fanden wieder im dänischen Skovby auf dem Campingplatz statt. „Ich finde, Kinder müssen auch mal zelten“, sagt Susanne Kunsmann. Draußen leben mit allem, was dazu gehört: nasse Füße, Verzicht auf Komfort – das eröffnet neue Möglichkeiten.

Nun war das in diesem Sommer ja auch besonders gut machbar: Das Team aus drei Hauptamtlichen und 27 Ehrenamtlichen musste in diesem Jahr nicht spontan umdisponieren, sondern konnte die Ferien mit den Kindern genießen, einerlei ob auf der Ostsee bei der Klima-Sail, in Lettland bei der Jugendbegegnung, in Skovby oder beim Kanu-Fahren. Es gab auch wieder eine Zirkus-Freizeit, sie fand in der Bredstedter Gemeinschaftsschule statt und damit absichtlich in einheimischen Gefilden. „Das ist wichtig für Menschen mit Migrationshintergrund“, sagte Susanne Kunsmann. Für viele von ihnen seien Reisen ins Ausland gar nicht möglich, andere hätten einfach Scheu davor. „Es war inklusiv, interkulturell, mehrsprachig und vor allem: bunt!“, freut sich EKJB-Mitarbeiter Toby Möller. Bei „Watt‘n Zirkus“ hätten die 14 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren eine Woche „voller Spielereien, roter Nasen und toller Ausflüge erlebt“. 

Inklusion ist Trumpf im EKJB. Alle Freizeiten werden so geplant, dass auch Kinder mit Assistenzbedarf daran teilnehmen können. Das ist gut für alle, Verschiedenheit lehrt Toleranz, und die Unterschiedlichkeit der Möglichkeiten lehrt gegenseitige Rücksichtnahme.

Nach Ehrenamtlichen müssen die Pädagoginnen übrigens nicht wie anderswo verzweifelt suchen: Aus Kindern werden Jugendliche, aus Jugendlichen werden Erwachsene. Wer einmal mit war, möchte wieder mit, und so werden aus Teilnehmenden im Laufe der Zeit Teamer, die mehr und mehr Verantwortung übernehmen und sogar als Erwachsene mit pädagogischer Qualifikation Freizeiten ohne hauptamtliche Begleitung eigenständig leiten. „Nur wegen unserer tollen Ehrenamtlichen ist die Vielfalt des Angebots möglich“, sagt Susanne Kunsmann dankbar.

 

BU: Ein bisschen verrückt: Leonie, Laureen, Milana und Janina verhelfen ihren Freunden Luca und Matthis mit Filzstiften zu einem „interessantem“ Look.