EKJB inklusiv

"Wir denken inklusiv"

Seit 2014 hat das Evangelische Kinder- und Jugendbüro einen Prozess begonnen, in dem andere Menschen die Möglichkeit haben, sich zu dem Thema „Inklusion“ zu verhalten, ihre Ängste und Befürchtungen zu benennen und es ihnen möglich wird, sich eine Haltung anzueignen.

Drei Meilensteine wurden gelegt:

• Die Mitarbeiter/innen des EKJB beschlossen ihren jährlich stattfindenden Teamtag zu nutzen, um sich dem Thema“ Inklusion“ zu nähern.

• Das Leitungsgremium des EKJB macht das Thema „Inklusion“ zum Thema der jährlich stattfindenden Klausurtagung.

• Durch Fördermittel der Aktion Mensch bekamen wir die Möglichkeit für 12 Monate mit einer ¼ Mitarbeiterstelle uns intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen

Diese Meilensteine haben es ermöglicht, dass das Thema „Inklusion“ Einzug in das EKJB nahm und es seitdem von allen willkommen, gewollt und mitgetragen wird.

14 Ziele für 2014

• Nicht „nur“ über Inklusion reden, sondern Inklusion leben

• Klärung des Inklusionsbegriffs innerhalb des EKJB

• Ausprobieren, herantasten: was ist möglich

• Perspektive wechseln, Wahrnehmungs- und Haltungsarbeit.

• Inklusion als Haltung, Ängste abbauen, Zulassen, eigene Grenzen erkennen

• Eigene Erfahrung für Haupt- und Ehrenamtliche sammeln und austauschen

• Präambel EKJB überprüfen und inklusive Ziele in der Kinder-und Jugendarbeit formulieren

• Assistenzbedarf auf Anmeldezettel für Freizeiten, Seminare, Veranstaltungen etc. abfragen

• Katalog, Homepage, Flyer, Eingangsbereiche, Pinnwände barrierefrei umgestalten

• Das Thema auf Homepage aufnehmen

• Experten in Gremien

• Stempel „Wir denken inklusiv“ entwerfen und nutzen für EKJB, Kirchengemeinden und Kirchenkreis

• Fördertöpfe suchen und bündeln

• Evaluation mit Ehren- und Hauptamtlichen

Plus 7 Ziele für 2015

• Nicht „nur“ über Inklusion reden, sondern Inklusion leben 

• Fachliche Qualifizierung und persönliche Sicherheit für Hauptamtliche (Praktikumswoche)

• Ehrenamtliche in Kontakt bringen

• Das Thema strukturell verankern (EKJB/Kirchengemeinden)

• Haltung: „Wir ermöglichen“

• Anschaffen von Material für Theorie und Praxis (Fachliteratur und „Material, was in der Nutzung Spaß bringt“)

• Ausblick auf 2016 und danach

Über das EKJB hinaus

Unsere interne Auseinandersetzung „Inklusion - Alles eine Frage der Haltung“ führte dazu, dass wir uns mit diesem Thema auch innerhalb Nordfrieslands bei Städten, Kommunen, Gemeinden, Kooperationspartnern positionieren wollten. Wir sind mit Gremien, Netzwerken, Ausschüssen und bei Funktionären miteinander ins Gespräch gekommen.

Einige Beispiele:

• Kinder- und Jugendhilfeausschuss Kreis Nordfriesland

• Behindertenbeauftragter des Kreises

• Migrationsbeauftragter 

• Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung

• Schule für Menschen mit geistiger Entwicklungsverzögerung

• Lebenshilfe

• Bildungsbeauftragte des Kreises

• Bündnis für Jugend und Arbeit

• Sozial- und Schulausschüsse

• Parteien

• Jugendhilfeeinrichtungen

• Kreisjugendring

• Eingliederungshilfe

• Aktiv Region 

In den Gesprächen wurde sehr deutlich, dass der Bedarf mit der Auseinandersetzung in diesem Themenfeld sehr groß ist. Der Einladung eines durch das EKJB initiierten kreisweiten Netzwerktreffens unter dem Motto „Völlig Normal Anders“ folgten über 30 Einrichtungen. Es wurden Wünsche, Ideen und Visionen für die Jahre 2014, 2015 und 2016 gesammelt und ausgetauscht und die Frage „ Was brauche/n ich/ wir/ Nutzer/ Multiplikatoren in Nordfriesland?“ intensiv beraten.

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