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Ehrenamtspreis

Ehrenamtspreis für Evangelisches Kinder- und Jugendbüro Am 23. September wurden in einer kleinen Gala im Kieler Wissenschaftszentrum die „HelferHerzen“ verliehen

Ehrenamtspreis für Evangelisches Kinder- und Jugendbüro

Am 23. Spetember wurden in einer kleinen Gala im Kieler Wissenschaftszentrum die „HelferHerzen“ verliehen. Sie sollen ein Bewußstein für das vielfältige bürgerschaftliche Engagement schaffen. Unter den 21 Preisträgern aus Schleswig-Holstein befindet sich auch das Evangelische Kinder- und Jugendbüro Nordfriesland. Es gab eine großen Scheck, eine kleine Statue mit Urkunde und Blumen. Dazu die Gala mit Dankesreden.

Die „HelferHerzen“ werden - in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund NABU Deutschland, dem Deutschen Kinderschutzbund DKSB und der Deutschen Unesco-Kommision - von der Drogeriemarktkette dm verliehen. Diese Art der Werbung wird Sozialsponsoring genannt und dient nicht dem Verkauf eines bestimmten Produktes sondern einer positiven Beziehung des Verbrauchers zum Unternehmens. Statt absatzfördernder Sofortmaßnahmen zielt Sponsoring auf langfristige Kundenbindung. Ähnlich wie beim Sport- und Kultur-Sponsoring soll beiden Seiten ein Vorteil aus der Aktion entstehen.

Neben dem Scheck, der Statue, der öffentlichen Ehrung und den Dankes ergab sich der erste Vorteil schon in der gemeinsamen Fahrt nach Kiel. Sarah Otto, Till Wesselmann, Robin Manthey und Ann-Kathrein Gräning waren quasi die Repräsentanten für alle „EKJB'ler“. Die vier sind im Steuerungsteam und als Jugendvertreter in die kreisweite Organisation der kirchlichen Jugendarbeit eingebunden. Chauffiert und begleitet wurden sie von Anna Lena Ihme, Mitarbeiterin des EKJB. Sie sehen sich nicht täglich, weil sie über den Kreis verteilt wohnen und „ehrenamtlen“, und so ist  schon der gemeinsame Nachmittag eine Belohnung. Gemeinsamkeit ist das große Wort im Kinder- und Jugendbüro.

Während der Veranstaltung setzte der ehemalige Ministerpräsident Björn Engholm das ehrenamtliche Engagement in Verbindung mit dem Bruttoinlandsprodukt. Letzteres sei zwar  eine 3-Billionen-Zahl, sage damit aber nichts über den Einsatz und die Leistung der Ehrenamtlichen aus; auch nichts über den zwischenmenschlichen Mehrwert, der bei der Arbeit entstehe.

Der stellvertretende Landesvorsitzende des Weissen Rings, Uwe Rath, freute sich darüber, „dass in Schleswig-Holstein so viele Ehrenamtliche aktiv sind. Auch wenn wir uns nicht bei jedem Einzelnen erkenntlich zeigen können, möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die sich angemeldet haben.“ Alleine in Schleswig-Holstein waren das über 200 Organisationen und Verbände. „Mit der Initiative möchten wir ein Bewusstsein für das Vorhandensein dieses wertvollen, bürgerschaftlichen Engagements schaffen und unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen“, erklärte der dm-Gebietsverantwortliche Gerhard Stell. Wertschätzung ist dabei ein gutes Stichwort zum Ehrenamt in einer Gesellschaft, die sich so oft in Richtung Effizienz- und Profitorientierung verirrt. Denn ein Geheimnis des Ehrenamtes ist die Freiwilligkeit, das Eben-Nicht-Bezahlt-Werden. Nach diesem Gedanken kann die Leistung der Ehrenamtlichen auch nicht in Euro umgerechnet werden, weil die Ehrenamtlichen das gar nicht wollen. Ehrenamtliche nach ihrer Entlohnung zu fragen ist demnach unsinnig. Besser ist die Frage nach dem Warum. Darauf antwortet Robin Manthey: „Ich kann anderen eine Freude machen“