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Einladungen zum Lesen und Mitmachen. Das Evangelische Kinder- und Jugendbüro Nordfriesland hat sich vorgenommen, jedem Kind im Kreis die Teilnahme an den Freizeiten und Veranstaltungen offen zu halten.

Einladungen zum Lesen und Mitmachen

Das Evangelische Kinder- und Jugendbüro Nordfriesland hat sich vorgenommen, jedem Kind im Kreis die Teilnahme an den Freizeiten und Veranstaltungen offen zu halten. Beeinträchtigungen sollen nicht zählen, mangelndes Geld in den Familien ebenso nicht. Zusätzlich hat das EKJB neben dem Ich-für-Dich-Fonds für die Einheimischen nun auch eine Initiative für die Neu-Nordfriesen, die anerkannten oder geduldeten Migranten, vorgestellt. Der Kirchenkreis und der Kreis Nordfriesland finanzieren jeweils zwei Plätze auf Freizeiten und Fortbildungen. Darüber hinaus bietet das EKJB eine Bücherkiste zum Verleih an. Diese ist mehrsprachig und -seitig: Fluchtberichte, Sachbücher, Broschüren zu Kultur und öffentlichem Verhalten, aber auch behutsame Kinderbücher.

Die Idee ist am Runden Tisch Niebüll entstanden. In dieser von der Stadt gegründeten Gruppe treffen sich monatlich Stadt, Kreis, Kirche, soziale Einrichtungen sowie die Berufs- und Volkshochschule. Dieses Bündnis kümmert sich möglichst unbürokratisch um die Integrationsarbeit von Flüchtlingen. Das umfasst Spracherwerb, Gesundheitsversorgung sowie Arbeitsaufnahme oder Ausbildung. In dieser Runde hat sich Daniela Holtemöller, die Leiterin des Förderzentrums Südtondern, an Anna Ihme gewendet, die im EKJB mit der Inklusion von Flüchtenden beauftragt ist. Schon vor dem großen Andrang im letzten Jahr hatten sie eine besondere Gruppe ausgemacht – die sogenannten „Uma“: unbegleitete minderjährige Ausländer.

Der erste Erfolg dieser Zusammenarbeit ist der neue Welcome-Fonds. Auf drei Freizeiten und drei Seminaren werden je zwei Plätze offen gehalten. Welchen Aufenthaltstitel die Jugendlichen innehaben, ist für die Teilnahme und Kostenübernahme nicht relevant. Ob die Sprache eine Barriere sein wird, so Anna Ihme, hängt von den Veranstaltungen ab. Bei der Zirkusfreizeit im August reichen wohl oft Gesten zur Erklärung, mit dem Jugendgruppenleiterkurs im Oktober wäre das nur bedingt zu vergleichen. Aber eigentlich sei alles machbar, stellt die Referentin fest.

Das zweite Angebot, die Bücherkiste, richtet sich auch Ehrenamtliche, an Sozialarbeiter und generell alle Interessierten. Die Zeit, die Nele Magnussen in die Recherche und in die Zusammenstellung der überwiegend mehrsprachigen Bücher gesteckt hat, hat sich gelohnt. Neben den obligatorischen Lernheften hat sie auch Methoden- und Sachbücher aufgenommen: „Interkulturelles Spielen“, „Religionen der Welt für Dummies“ und auch Angebote zum Thema Trauma. Oder Broschüren zum Alltag, wie „Kein Küsschen auf Kommando“ - Erklärungen zur Sexualität und Anleitungen, um Beziehungen generell richtig einzuschätzen.

Und auch eine Erklärung über die Rolle und Geschichte der Evangelischen Kirche auf Arabisch darf nicht fehlen.

Und selbstverständlich gibt es eine große Auswahl mehrsprachiger Kinderbücher, die sich dem Sammelbegriff Flüchtling widmen. „Was machen alle Menschen?“ und „Wenn die Welt ein Dorf wäre“ erklären auf kindliche Weise die Gemeinsamkeiten aller Menschen. Die Geschichte von der Tochter eines Zauberers ist auch dabei: „Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm“.

Nele Magnussen jedenfalls hat alle Texte gelesen und bietet gerne ihre Beratung an.

Denn alle Bücher, Hefte und Broschüren können ausgeliehen werden. Einzeln angefragte Bücher werden auch per Post verschickt. Zu erreichen sind die Bücherkiste und das EKJB per E-Mail und Telefon:

ihme@ev-kinderundjugend-nf.de

04661-1462