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Einführungsgottesdienst

"Aus Freude an Musik und am Zusammenspiel." Am 12. Juni wurde Toby Möller als Mitarbeiterin des Evangelischen Kinder- und Jugendbüros Nordfriesland eingesegnet.

Einführungsgottesdienst

21.06.2016 erstellt von Susanne Kunsmann

„Aus Freude an Musik und am Zusammenspiel.“ Am 12. Juni wurde Toby Möller als Mitarbeiterin des Evangelischen Kinder- und Jugendbüros Nordfriesland eingesegnet.

 

Aus Freude an Musik und am Zusammenspiel

Am 12. Juni wurde Toby Möller als Mitarbeiterin des Evangelischen Kinder- und Jugendbüros Nordfriesland eingesegnet. In der Christuskirche hielt Propst Jürgen Jessen-Thiesen zuvor eine Willkommensrede, den Gottesdienst gestalteten die Kolleginnen aus dem EKJB. Toby Möller selbst gestaltete ebenfalls mit – und lud wie immer zum Mitmachen ein. Religionspädagogik, bewies der Gottesdienst, ist keine angegraute Doktrin, sondern eine laute Einladung zum Spaß. Und das Vertrauen auf den Heiligen Geist.

Der Heilige Geist war auch Mittelpunkt der gesamten Veranstaltung, nicht nur der Predigt. Diese wurde gemeinsam von der Vorsitzenden des Steuerungsteams des EKJB, Patricia Schmidt-Knäbel, der Leiterin Susanne Kunsmann und Anna Ihme gehalten. Als Rahmengedanken bezog sich Patricia Schmidt-Knäbel auf den ersten Paulus-Brief an die Korinther: „Viele Gaben, aber ein Geist.“ Der verbindende Heilige Geist wehe in vielen Formen und Farben.  Darauf eingehend stellten Susanne Kunsmann und Anna Ihme die Farben des EKJB vor. Das Orange für Gemeinschaft und Harmonie, Grün hingegen für Toleranz und Hilfsbereitschaft. Doch selbstverständlich, so wieder Patricia Schmidt-Knäbel, wehe der Heilige Geist aber noch viel bunter und vielfältiger. Der Heilige Geist Gottes verbinde in Aufgabe und Dienst.

Und weil das Wehen als Bild so gut zu Landschaft und Glaube passt, wurden die Besucher eingeladen, kleine Fahnen zu beschreiben und so Toby Möller ein paar Wünsche auf ihrem Weg mitzugeben. Es gab viel Bewegung im Kirchraum, man schrieb, schnackte und suchte nach mehr Fahnen. Doch auch dieser Part war ein Miteinander, kein Durcheinander.

Anschließend hielt Propst Jürgen Jessen-Thiesen die Ansprache. „Die Grundzüge ihrer pädagogischen Arbeit“, wendete er sich an Toby Möller, „sind aufmerksam sein, nachfragen, begegnen, reflektieren.“ Sie beweise mit ihrer Arbeit, dass Religionspädagogik nicht die Diskussion über den Katechismus sei, sondern miteinander reden und Erfahrungen zu sammeln.

„Sie bringen ihre Erfahrung, ihre Lust am Miteinander und die Musik ein.“ Und er nahm den Fußball als Metapher – man muss seine Positionen und Rollen kennen: „Denn, dass das Leben am besten im Zusammenspiel funktioniert, das ist die Überzeugung unseres christlichen Glaubens.“

Bereits als Jugendliche hatte die studierte Theologin in Eckernförde ehrenamtliche Kirchenarbeit geleistet. Zur Einsegnung wurde Toby Möller von guten Freunden begleitet. Nach der Zeremonie durfte „die Neue“ dann endlich selbst zur Gitarre und in den Gottesdienst eingreifen. Sie hatte sich dazu zwei Lieder mit sehr persönlichem Bezug ausgewählt, wieder wurde sie begleitet von einer Freundin, Katharina Schunck.

Während des Buffets nach dem Gottesdienst verteilte Toby Möller dann Rasseln und Klanghölzer unter den Besuchern, um noch einen Kanon zu singen. Dabei forderte sie nicht auf, sondern lud unverbindlich ein. Das ist ihre Art, ihr Talent. Anna Ihme hatte zuvor eine geplante Veranstaltung ihrer neuen Kollegin angekündigt: „Wir planen ein Projekt: Mach- und Lachgeschichten.“ Toby Möller ging kurz in sich und korrigierte dann: „Ne, Krach- und Klang-Geschichten!“

Die vorherige musikalische Begleitung des Gottesdienstes hatten Imke Steffen, Carola Nickels und Astrid Paulsen mit Geige, Kontrabass und Klavier übernommen. Ihr Ausgangsstück „When Israel was in Egypts land“ hatten sie in Jazz übersetzt und teils frei improvisiert. „Ich glaube nicht, dass sie das so noch einmal hören, es klingt jedes Mal anders“, so Carola Nickels auf Nachfrage. Also auch hier: Aus dem Moment heraus handeln, die Einmaligkeit der Gelegenheit und der Menschen erkennen und dann: Machen!